Normalzeit – Wiener Würfeluhr fürs Handgelenk

Zeitgeschichte am Handgelenk

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellten die Bürger ihre private Uhr noch nach öffentlichen Uhren, was keine genaue Zeitnahme gewährleistete. Daraufhin erteilte das Wiener Uhrenreferat der renommierten Uhrenfabrik Ing. Emil Schauer den Auftrag, eine von allen Seiten gut ablesbare, elektrisch betriebene Stadtuhr zu entwickeln, die Passanten bei Tag und Nacht die Zeit exakt und synchronisiert anzeigte. Die von innen beleuchtete, moderne Würfeluhr – NORMALZEIT – mit dem prägnanten Zifferblatt und speziellen Zeigern war geboren und erfüllte diesen Zweck „rund um die Uhr“, hervorragend. Darüber hinaus diente sie den Bürgern auch als idealer Treffpunkt und Rendezvousplatz.

normalzeit-wuerfelDie Anzahl der Würfeluhren erhöhte sich bis zu den Achtzigerjahren auf 78 Stück. Die „Normalzeit “ war längst „Stadtmöbel“ geworden und zum Wahrzeichen der Stadt Wien avanciert.

normalzeit-uhr1aLichterloh hat nun diese Wiener Ikone in enger Zusammenarbeit mit dem aus Wien stammenden Uhrendesigner Fredi Brodmann, der seit 1987 in New York lebt, zu einer Armbanduhr entwickelt und in limitierter, nummerierter Auflage produziert.

normalzeit_brodmann1Zur Erinnerung an das Ursprungsjahres 1907, in welchem die ersten Normalzeit Uhren in der Stadt aufgestellt wurden, gibt es – nummeriert von 1 bis 1907 – eintausendneunhundertsieben Exemplare.

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Somit kann man sich jetzt ein Stück österreichische Zeitgeschichte ans Handgelenk anlegen.

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Zu kaufen gibt es die Uhr bei lichterloh in Wien: http://www.normalzeit.at/armbanduhr.html

Passend zur Uhr gibt es die Geschichte der Wiener Würfeluhr als Kunstprojekt in einem Buch dokumentiert:

NORMALZEIT. Das Buch.

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Das Buch spiegelt in Wort und Bild – fotografiert von Anja Hitzenberger – das umfassende Projekt wider. Als Essayisten zur Geschichte der Wiener Würfeluhr, zum Stellenwert von Stadtmöbeln im Europavergleich und der Position von österreichischem Design und lichterloh in der internationalen Kunstszene konnten Architekt und Designer Carl Auböck, Architekturkritiker Jan Tabor und Historiker Peter Payer gewonnen werden. Schriftsteller Michael Köhlmeier philosophiert über die Zeit an sich und setzt spannende Kontrapunkte.

Herausgeber lichterloh
Löcker Verlag
ISBN 978-3-85409-599-6
€ 49,90

Das Buch kann hier bei Amazon bestellt werden: Normalzeit: Ein österreichisches Kunstprojekt rund um das Wiener Wahrzeichen Würfeluhr

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