STOWA FLIEGER PROFESSIONAL – Retro-Futuristisches Design by Hartmut Esslinger

Zukunft braucht Herkunft. Die Retro-Futuristische STOWA Fliegeruhr.

stowa_flieger_pro„Neben modernen Produkten in neuer und oft langweiliger Form – z.B. Smart-Phones – gibt es auch Objekte mit einer Geschichte in traditioneller Form – z.B. Ozean-Schiffe, Autos und eben Fliegeruhren welche uns durch ihre visuelle Vertrautheit emotional ansprechen. Andererseits erfordern Innovationen und neue Ansprüche von Kunden eine Modernisierung und damit auch neue Wege des Designs. Die Kunst ist, dass Vertraute mit dem Neuen zu balancieren.

Als Disney mich vor etwa 20 Jahren beauftragte, innovative Kreuzfahrtschi e für Familien zu designen, fanden wir heraus, dass die Kinder den futuristischen Star Trek mochten, die Eltern jedoch die klassischen Ocean-Liners wie die Normandie oder die France. Ich kombinierte beides – klassische Linien mit weitem Bug und abfallendem Heck, sowie die Kommandobrücke im Stil eines Raumschiffes – und nannte das resultierende Design retro-futuristisch, ein inzwischen etablierter Begriff-

Im Falle der neuen STOWA FLIEGERUHR – ein kompromisslos-professionelles Zeitmess-Instrument habe ich mit Jörg Schauer ein klassisches Gehäuse mit einer bionisch gestalteten Lünette kombiniert: zwei räumlich im Winkel von 90 Grad kombinierte Sinus-Kurven schaffen ergonomisch perfekte Formübergänge, welche sowohl den hohen Anforderungen (z.B Testaf oder DIN) nach sicherer Bedienung mit Handschuhen gerecht werden, als auch die avantgardistische Stilistik eines Boeing Dreamliner umsetzen.

Flieger_DIN_Skizze_Esslinger_800_newsletterDabei ist eine solch komplexe Form ohne computergestützte Herstellung nicht machbar. Dazu kommt eine Innovation des Zifferblatts: wir haben die klassische Dreiecks-Anzeige der 12 durch ein offenes A ersetzt, wobei der Minutenzeiger bei 60 Minuten das Dreieck visuell präzise in der Mitte schließt. Im Sinne von Odo Marquart’s Zukunft braucht Herkunft ist die STOWA FLIEGER PROFESSIONAL ein logischer Schritt nach vorne.“

Hartmut Esslinger, März 2016

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