{"id":246,"date":"2012-03-18T15:35:59","date_gmt":"2012-03-18T14:35:59","guid":{"rendered":"http:\/\/manufaktuhr.info\/?p=246"},"modified":"2012-03-18T15:35:59","modified_gmt":"2012-03-18T14:35:59","slug":"habring%c2%b2-doppel-2-0-%e2%80%93-20-jahre-reifezeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/manufaktuhr.info\/?p=246","title":{"rendered":"Habring\u00b2 &#8211; Doppel 2.0 \u2013 20 Jahre Reifezeit"},"content":{"rendered":"<p>Joseph Thadd\u00e4us Winnerl (geb. 1799 in Mureck in der Steiermark \u2013 gest. 1886 in Paris) ersann 1831 auf der Suche nach der ersten Uhr, die Zeitintervalle festhalten konnte, einen separat anhaltbaren\u00a0 Sekundenzeiger. W\u00e4hrend andere kluge K\u00f6pfe in den darauffolgenden Jahren den Mechanismus weiter verfeinerten und zu dem machten, was wir heute \u201eChronograph\u201c nennen, hat Winnerl mit seiner Arbeit den Grundstein f\u00fcr den sp\u00e4teren noch etwas komplizierteren Chrono geschaffen: den Chrono-Rattrapante oder Schleppzeigerchronographen.<\/p>\n<p>Namensgebend f\u00fcr den Schleppzeigerchronographen ist ein zweiter Stopp-Sekundenzeiger aus dem Zentrum, der \u00fcblicherweise mit dem normalen Chronosekundenzeiger synchron mitl\u00e4uft. In Aktion tritt er bei Druck auf den charakteristischen dritten Dr\u00fccker links (oben) an der Geh\u00e4useflanke. W\u00e4hrend der Chronosekundenzeiger weiter unbeirrt seine Runden dreht, erm\u00f6glicht der Schleppzeiger so die Ablesung von Zwischenzeiten. Erneute Dr\u00fcckerbet\u00e4tigung l\u00e4sst den Schleppzeiger wieder elegant seine Position \u00fcber dem Chronosekundenzeiger einnehmen.<\/p>\n<p>2012 ist es wieder ein \u00f6sterreichisches Unternehmen, das den Schleppzeigerchronographen zukunftsweisend neu interpretiert: Maria und Richard Habring aka Habring\u00b2.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/manufaktuhr.info\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Rattrapante.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"245\" data-permalink=\"https:\/\/manufaktuhr.info\/?attachment_id=245\" data-orig-file=\"https:\/\/manufaktuhr.info\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Rattrapante.jpg\" data-orig-size=\"1134,1488\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"Rattrapante\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/manufaktuhr.info\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Rattrapante-228x300.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/manufaktuhr.info\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Rattrapante-780x1024.jpg\" class=\"aligncenter size-large wp-image-245\" title=\"Rattrapante\" src=\"https:\/\/manufaktuhr.info\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Rattrapante-780x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"840\" srcset=\"https:\/\/manufaktuhr.info\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Rattrapante-780x1024.jpg 780w, https:\/\/manufaktuhr.info\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Rattrapante-228x300.jpg 228w, https:\/\/manufaktuhr.info\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Rattrapante.jpg 1134w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Technik ist den beiden dabei nicht g\u00e4nzlich neu, schlie\u00dflich war Richard Habring bereits am Anfang seiner Karriere als Uhrenkonstrukteur unter seinem Mentor G\u00fcnter Bl\u00fcmlein ma\u00dfgeblich an der Entwicklung dieser Komplikation beteiligt. Seine damals g\u00e4nzlich neuen Ans\u00e4tze \u00fcberzeugten neben den Kollegen auch das Patentamt. Das unter der Nummer DE4209580A publizierte Dokument zeigt einen bis dato g\u00e4nzlich neuen Aufbau der fragilen Zangensteuerung, welche zum Festhalten des r\u00fcckseitigen Schleppzeigerrades vonn\u00f6ten ist.<\/p>\n<p>Eine der Besonderheiten der Konstruktion ist der Wegfall des althergebrachten Kolonnenrads, das nicht nur komplex herzustellen, sondern auch bei der Schleppzeigerfunktion aufwendig zu justieren ist. Die Konstruktion, bei der das eigentliche Funktionsmodul in ein bestehendes Werk integriert wurde, zeigte in den darauffolgenden 20 Jahren aber doch die eine oder andere T\u00fccke. Diese nimmt das dynamische Unternehmerpaar nun zum Anlass, noch einmal nachzusetzen und die Konstruktion entscheidend zu verbessern. Der Doppel 2.0 zeichnet sich im Gegensatz zum urspr\u00fcnglichen Patent durch Servicefreundlichkeit auf h\u00f6chstem Niveau aus.<\/p>\n<p>So schlie\u00dft sich ein Kapitel 20-j\u00e4hriger konsequenter Weiterentwicklung. Dieser Zeitspanne entsprechend werden ausnahmsweise bei Habring\u00b2, wo die \u00fcbliche Jahreslimitierung eines Modells lediglich 12 St\u00fcck vorsieht, vom Doppel 2.0 genau 20 St\u00fcck das Atelier in V\u00f6lkermarkt verlassen.<\/p>\n<p>Neben dem genialen Schleppzeigermechanismus enth\u00e4lt das Kaliber A08MR nat\u00fcrlich die sonst typischen Werkdetails der kleinen Manufaktur. Chronometergenauer Gang und h\u00f6chste Zuverl\u00e4ssigkeit sind das Resultat selektiver Kleinstserienfertigung und Montage. Als kleiner optischer Gegensatz zum Ur-Doppel finden sich die Hilfszifferbl\u00e4tter in klassischer Ost-West-Anordnung. Der Saphirglasboden bietet uneingeschr\u00e4nkte Sicht auf das Handaufzugswerk.<\/p>\n<p>Zur Wahl stehen drei Zifferblattvarianten: blau, grau und braun, jeweils mit orangen Farbakzenten. Den Doppel 2.0 gibt es ausschlie\u00dflich in Edelstahlgeh\u00e4use mit 42 mm Durchmesser zum Preis von \u20ac 6.000,&#8211;.<\/p>\n<p>Einige technische Daten des<strong> <\/strong>Habring\u00b2-Doppel 2.0<\/p>\n<p>Uhrwerk Habring\u00b2 A08MR:<\/p>\n<ul>\n<li>\u009f\u00a0 Stunden-, Minutenanzeige, kleine laufende Sekunde;<\/li>\n<li>\u00a0Stoppsekunde und 30-Minutenz\u00e4hler, Schleppzeiger<\/li>\n<li>\u009f\u00a0 Handaufzug<\/li>\n<li>\u009f\u00a0 Triovis-Feinregulierung<\/li>\n<li>\u009f\u00a0 Hemmungsteile in Chronometerqualit\u00e4t<\/li>\n<li>\u009f\u00a0 Sto\u00dfsicher nach DIN und NIHS<\/li>\n<li>\u009f\u00a0 23 Rubine<\/li>\n<li>\u009f\u00a0 48 Stunden Gangreserve nach Vollaufzug<\/li>\n<li><strong>\u009f\u00a0 <\/strong>101 servicerelevante Einzelteile<\/li>\n<\/ul>\n<p>Geh\u00e4use:<\/p>\n<ul>\n<li>\u009f\u00a0 Edelstahl, dreiteilig verschraubt<\/li>\n<li>\u009f\u00a0 Wasserdicht \u00e4quivalent 50 Meter Wassertiefe<\/li>\n<li>\u009f\u00a0 Hochgew\u00f6lbtes und beidseitig entspiegeltes Saphirglas<\/li>\n<li>\u009f\u00a0 Doppelt gedichtete Krone, Saphirglasboden<\/li>\n<li>\u009f\u00a0 Gravierte selektive Seriennummer 01 \u2013 2012 bis 20 \u2013 2012 zwischen den H\u00f6rnern bei 6 Uhr.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zifferblatt\/Zeiger:<\/p>\n<ul>\n<li>Blau, grau oder braun galvanisiertes Metallzifferblatt mit silbernen Z\u00e4hlern,<\/li>\n<li>rhodinierte Zahlen und Stundenindizes mit Superluminova-Beschichtung<\/li>\n<li>\u009fPolierte, rhodinierte Zeiger in Fadenform mit Superluminova-Beschichtung,<\/li>\n<li>gebl\u00e4ute Z\u00e4hlerzeiger, mattlackierte Chronosekunden- und Schleppzeige<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Joseph Thadd\u00e4us Winnerl (geb. 1799 in Mureck in der Steiermark \u2013 gest. 1886 in Paris) ersann 1831 auf der Suche nach der ersten Uhr, die Zeitintervalle festhalten konnte, einen separat anhaltbaren\u00a0 Sekundenzeiger. 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