Wempe und NOMOS Glashütte gehen getrennte Wege

Unterschiedliche Online-Strategien beenden nach über 20 Jahren die Zusammenarbeit der größten unabhängigen deutschen Uhrenmanufaktur mit einer der umsatzstärksten Juweliersketten. Zehntausende Kunden sind betroffen.

Uhren von NOMOS Glashütte werden nicht länger in den Niederlassungen von Wempe vertrieben. Der Grund sind unterschiedliche Strategien der beiden Häuser: Die Manufaktur NOMOS Glashütte kooperiert seit einiger Zeit mit den international führenden Online-Plattformen Chronext und Chrono24, der Luxusuhren- und Schmuckhändler aus Hamburg möchte im Frühjahr 2019 selbst einen groß angelegten Online-Verkauf von Luxusuhren starten. Dies mit dem Ziel, „ein weltweit führender Omnichannel-Händler zu werden“. Wempe hat NOMOS Glashütte daher mit sofortiger Wirkung gekündigt.

Roland Schwertner, Gründer von NOMOS Glashütte, in den Berliner Büroräumen von NOMOS.

„Nach über 20 sehr guten gemeinsamen Jahren hat uns diese Nachricht natürlich überrascht,“ so NOMOS-Gründer Roland Schwertner.

Die Strategie, mit einem transparenten und hochwertigen Handel auch im Internet gegen den Graumarkt vorzugehen, sei aber ohne Alternative: „Wir sind sehr sicher, dass unser Weg der richtige ist: Dies dämmt den Graumarkt ein und schützt so die Interessen des Kunden wie des stationären Fachhandels und sicherte den langfristigen Erfolg der Marke. Der stationäre Handel bleibt so konkurrenzfähig und ist, unterm Strich, wesentlich attraktiver.“

Jenen gut 46.000 Kundinnen und Kunden, die NOMOS-Uhren bei Wempe gekauft haben, verspricht Roland Schwertner den weiterhin sehr guten NOMOS-Service über die mehr als 200 NOMOS-Fachhändler allein in Deutschland. „Wir werden uns um jede einzelne Uhr kümmern.“

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