SIHH 2017: A. Lange & Söhne ZEITWERK DECIMAL STRIKE – Akustisches Signal im Zehn-Minuten-Takt

Die ZEITWERK DECIMAL STRIKE macht die Zeit auf neuartige Weise hörbar: Ihr Schlagwerk erklingt alle zehn Minuten. Das Gehäuse des auf 100 Exemplare limitierten Zeitmessers besteht aus dem exklusiv bei Lange verwendeten Honiggold.

Die 2009 eingeführte ZEITWERK von A. Lange & Sohne gab der Zeit mit einer mechanischen Sprungziffernanzeige ein neues Gesicht. Nun ergänzt die ZEITWERK DECIMAL STRIKE die erfolgreiche Uhrenfamilie mit dem außergewöhnlichen Design um ein drittes Modell mit akustischer Zeitanzeige.

Von seiner Konstruktion her verfügt das ZEITWERK-Kaliber über ideale Voraussetzungen für die Integration eines Schlagwerks: Denn für die Schaltvorgänge seiner mechanischen, exakt springenden Ziffernanzeige wird viel Energie benötigt. Wie schon in der ZEITWERK MINUTENREPETITION und der ZEITWERK STRIKING TIME kommt diese Energie zusätzlich einem automatischen Schlagwerk zugute. Im neuen Modell signalisiert es mit zwei unterschiedlich gestimmten Tonfedern den Zeitpunkt der vollen Stunden und die dazwischenliegenden Zehn-Minuten-Intervalle. Die beiden zifferblattseitig sichtbaren Hämmer bestehen aus poliertem Stahl und sind – ebenso wie die Hammerbrücke – mit einer Tremblage-Gravur versehen. Der linke Hammer schlägt einmal zu jeder vollen Stunde auf die tief gestimmte Tonfeder. Durch den rechten Hammer erklingt alle zehn Minuten ein hoher Ton, d. h. jedes Mal, wenn ein neues Zehn-Minuten-Intervall beginnt.

Mit ihrer exakt springenden, großen Ziffernanzeige bietet die ZEITWERK DECIMAL STRIKE beste Ablesbarkeit. Im Minutentakt bewegt sich die Einerscheibe blitzartig um genau einen Zähler weiter. Den Kraftimpuls dafür liefert das patentierte Nachspannwerk zwischen Federhausrad und Unruh. Es stellt darüber hinaus sicher, dass die Unruh über die gesamte Gangdauer hinweg mit konstanter Kraft angetrieben wird. Zeitgleich mit dem Weiterschalten der Zehnerscheibe ertönt der hohe Ton, bevor die Uhr zur vollen Stunde beim Erklingen des tiefen Tons alle drei Ziffernscheiben synchron um einen Zähler vorschnellen lässt. Das Schlagwerk lässt sich abschalten.

Betätigt man den Drücker bei 4 Uhr, werden die Hämmer von den Tonfedern weggelenkt. Das Gleiche geschieht, wenn man die Krone zieht, um die Uhr zu stellen.

Das technische Konzept findet seine Entsprechung in einem innovativen Material. Das Gehäuse der auf 100 Exemplare limitierten ZEITWERK DECIMAL STRIKE besteht aus dem exklusiv bei A. Lange & Söhne verwendeten Honiggold und hat einen Durchmesser von 44,2 Millimetern.

Das bis ins kleinste Detail finissierte Handaufzugskaliber L043.7 verfügt über eine maximale Gangreserve von 36 Stunden. Zu den Lange-typischen Qualitätsmerkmalen gehören die mit Glashütter Bandschliff dekorierte Dreiviertelplatine aus naturbelassenem Neusilber, der handgravierte Unruhkloben und eine Exzenter-Unruh mit frei schwingender Unruhspirale aus eigener Fertigung.

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SIHH 2017: Lange 1 Mondphase hands-on

Die Lange 1 Mondphase hat A. Lange & Söhne schon im Vorfeld der SIHH vorgestellt. Gestern konnte ich die Modelle direkt in Genf Vor-Ort anschauen und habe auch ein Paar Live Bilder gemacht.

Rotgold

Weißgold

Platin

Das Thema „Mond“ war auch am Stand von A. Lange & Söhne sehr präsent.

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SIHH 2017: LANGE 31 – Kraftpaket in Weißgold und edlem Grau

Seit fast einem Jahrzehnt ist die LANGE 31 die erste und einzige mechanische Armbanduhr mit einer Laufzeit von 31 Tagen und einem patentierten Nachspannwerk, das ununterbrochen für einen konstanten Antrieb sorgt. Zwischen Federhaus und Hemmung sorgt dieser raffinierte Mechanismus für höchste Präzision. Zum Genfer Uhrensalon SIHH 2017 stellt A. Lange & Söhne eine neue Designvariante in Weißgold mit grauem Zifferblatt vor.
Sie ist limitiert auf 100 Exemplare.

Auf den ersten Blick verrät das schlichte graue Zifferblatt der LANGE 31 im 45,9 Millimeter großen Weißgoldgehäuse nichts über die im Verborgenen wirkende Kraft ihres Handaufzugskalibers. Nur die weiße 31 am oberen Ende der großen Gangreserveanzeige und der kleine Schriftzug unter dem Lange-Großdatum weisen dezent darauf hin, dass das Werk nach Vollaufzug einen ganzen Monat läuft.

Eine mechanische Uhr mit einer Gangreserve von 744 Stunden auszustatten ist eine technische Herausforderung; beste Gangwerte vom ersten bis zum letzten Tag zu gewährleisten eine weitere. Denn das Doppelfederhaus mit seinen beiden 185 Zentimeter langen Aufzugsfedern setzt am Anfang ein enormes Drehmoment frei, das zum Ende der Laufzeit hin stark abnimmt. Es bedarf also einer zusätzlichen technischen Vorrichtung, die im Interesse größtmöglicher Gangstabilität für einen konstanten Antrieb sorgt. Hier kommt das Nachspannwerk ins Spiel. Bei der LANGE 31 bewirkt dieser zwischen Doppelfederhaus und Hemmung geschaltete Zwischenaufzug, dass die Gangpartie alle zehn Sekunden eine immer gleiche Energiemenge erhält und die Unruh folglich mit der immer gleichen, idealen Amplitude schwingt. Das Ergebnis ist höchste Präzision vom ersten bis zum 31. Tag, wenn ein Abschaltmechanismus das Uhrwerk stoppt.


Die Funktionsweise des Nachspannwerks lässt sich genau verfolgen. Durch den Saphir- glasboden ist gut zu erkennen, wie die auf der Sekundenradwelle befestigte dreieckige Kurvenscheibe den Mechanismus über einen raffiniert konstruierten Schwenkhebel steuert und wie die Spirale des Zwischenaufzugs alle zehn Sekunden mit neuer Energie aufgeladen wird.

Zum Spannen der kräftigen Aufzugsfedern gibt es einen separaten Schlüssel, der mithilfe eines Vierkants in einer Aussparung des Saphirglasbodens angesetzt wird. Zu seinen technischen Besonderheiten gehören ein integrierter Freilauf für eine flüssige Aufzugsbewegung und ein Drehmomentbegrenzer, der ein versehentliches Überspannen der Federn verhindert. Die handwerkliche Finissierung des uhr- macherischen Kraftpakets wird allen Erwartungen gerecht, die Uhrenkenner weltweit mit dem Namen A. Lange & Söhne verbinden.

 

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MeisterSinger präsentiert die Neo Plus

MeisterSinger baut mechanische Einzeigeruhren. Ein besonders schlankes und flaches Modell ist die Neo. Mit ihrer schlanken Lünette, der sachlichen Typografie und dem gewölbten Kunststoffglas wirkt sie wie ein entschieden moderner Entwurf der 50er-Jahre. Sie ist zwar ein halbes Jahrhundert jünger, aber tatsächlich schon ein Designklassiker. Weil viele Kunden sich für die Neo einen größeren Auftritt wünschten, wird das Modell mit 36 Millimetern Gehäusedurchmesser jetzt um eines mit 40 Millimetern ergänzt: die Neo Plus – die erstmals auf der Baselworld 2017 präsentiert wird.

Neues Weiß und kräftige Akzente

Die Neo Plus bleibt den gestalterischen Prinzipien der Neo treu: Die Ziffern sind in der serifenlosen, sachlichen Helvetica gesetzt, das runde Datumsfenster zitiert die Gehäuseform und wird durch die kontrastierenden Datumsscheibe zu einem wesentlichen grafischen Element. Die Neo Plus erscheint in fünf Farb-Varianten; eine davon ist ganz neu: Zu den Zifferblättern in Elfenbein und Schwarz, je einem grünen und blauen mit feinem Sonnenschliff kommt ein Blatt in Opalin, einem silbrigen, matt schimmernden Weiß.  Das schwarze Zifferblatt zeigt Akzente, wie es sie noch bei keiner Neo gab: Der MeisterSinger-Stundenzeiger und die Datumsscheibe tragen ein kräftiges Rot, beim grünen Modell kommt noch ein roter 12-Uhr-Index hinzu.

Natürlich trägt auch die Neo Plus ein flach gewölbtes Glas aus gehärtetem Kunststoff, mit dem verschraubten und reliefierten  Boden ist ihr Edelstahlgehäuse bis 3 bar wasserdicht. Die Uhr wird von einem Schweizer Automatikwerk angetrieben und mit einem farblich zum Zifferblatt passenden Velourslederband ausgestattet. Die Neo Plus ist ab Mai 2017 im Fachhandel erhältlich.


Technische Daten

Modell: Neo Plus

Werk: ETA 2824-2 oder Sellita SW 200-1, Automatik; 38 Stunden Gangreserve:

Gehäuse:  40mm, Edelstahl, verschraubter Boden, wasserdicht bis 3 bar,
gewölbtes Kunststoff-Hartglas

Varianten: Elfenbein, Schwarz, Sonnenschliff Saphirblau, Opalin Silber, Sonnenschliff Grün

Unverbindliche Preisempfehlung:  1.198 €

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24% Wachstum – 2016 war das beste Jahr in der Geschichte von NOMOS Glashütte

Es war ein gutes Jahr: Die Nachfrage nach mechanischen Zeitmessern der Manufaktur NOMOS Glashütte wächst konstant weiter. 2016 war das umsatzstärkste und ertragreichste Jahr der Unternehmensgeschichte. Angesichts der aktuellen Situation in der Uhrenbranche, die ein Gesamtminus von 15 Prozent verzeichnet, ist dieses Ergebnis enorm. „Dass es uns in diesen Zeiten so gut geht, freut uns doppelt“, sagt CEO Uwe Ahrendt. Niemand in Deutschland baut so viele mechanische Uhren wie NOMOS Glashütte. 2016 konnte das bis dato vor allem für Handaufzugsuhren bekannte Unternehmen einen neuen Marktbereich eröffnen: mit einer Serie von insgesamt 15 eleganten High-End-Automatikuhren, ausgestattet mit dem hauseigenen und extrem flachen Kaliber DUW 3001.

Das wachsende Unternehmen braucht Platz: Im Glashütter Ortsteil Schlottwitz baut NOMOS gerade ein neues Fertigungsgebäude, danach entsteht ein weiterer, größerer Neubau im Zentrum Glashüttes. Platz auch für neue Mitarbeiter: Knapp 300 sind es mittlerweile. Das Unternehmen hat darüber hinaus zahlreiche Stellen ausgeschrieben und erweitert auch seine Standorte in Berlin und New York.

NOMOS Glashütte verkauft weltweit in über 50 Länder. Deutschland ist nach wie vor der Kernmarkt, doch auch international nimmt die Nachfrage nach Uhren der Marke stark zu: Ein gutes Plus erzielte das Unternehmen 2016 etwa in den Märkten Asiens, in Großbritannien und den USA – die Vereinigten Staaten sind inzwischen zweitstärkster Markt für die Glashütter Manufaktur.

Auch 2017 möchte NOMOS Glashütte mit neuen Produkten überraschen. Und den 25. Geburtstag seiner Klassiker feiern – die bekannten Uhren Tangente, Ludwig, Orion und Tetra sind zusammen nun knapp 100 Jahre alt. Und sonst? „Wir wollen gesund weiter wachsen“, sagt CEO Uwe Ahrendt, „vor allem aber bauen wir immer mehr einfach beste und schöne Uhren.“

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Grossmann Uhren präsentiert die ATUM Skelett als Einzelstück

Wahre Kunstwerke sind Unikate. Die ATUM Skelett ist ein Kunstwerk. Kein Geringerer als Christophe Schaffo, der ausgewiesene Meister seines Faches, hat die Ästhetik dieser skelettierten Uhr geschaffen. Und die ATUM Skelett ist ein Unikat. Grossmann legt ein Exemplar der signierten Uhr auf.

Christophe Schaffo liegt die Leidenschaft für seine Handwerkskunst im Blut. Sein Vater Kurt Schaffo ist unabhängiger Uhrmacher in Le Locle, in dem abgelegenen Teil der Schweiz, der als die Wiege der Haute Horlogerie gilt. Die Region um das Vallée du Joux steht für weltberühmte Luxusuhren und für die hoch spezialisierten Werkstätten, in denen das Wissen und das Handwerk vom Vater an den Sohn weitergegeben werden. Christophe Schaffo erlernt die Kunst des Gravierens bei Raoul Boichat an der L’Ecole d’art de la Chaux-de-Fonds und in der Zusammenarbeit mit seinem Vater. 1985 eröffnet er seine eigene Werkstatt in La Brévine. Hier entwirft und fertigt er Uhren-Unikate höchster Güte vollständig von Hand und davon höchstens zehn Exemplare pro Jahr. Seine Arbeiten vereinen Technologie, Handwerk und hohe künstlerische Kreativität. In jedes einzelne Werkstück fließen die Inspiration, Erfahrung und das Fingerspitzengefühl seiner begnadeten Hände. Die Kreationen von Christophe Schaffo besitzen eine poetische Schönheit und sie erzählen ihrem Besitzer von der Magie der Zeit.

In der Zusammenarbeit mit Grossmann entsteht durch Christophe Schaffo das ästhetisch perfekte Gesicht für eine mechanisch vollkommene Uhr. Das Kaliber 100.5 ist durch die Skelettierung auf ein Minimum an Material reduziert. Jedes einzelne Bauteil ist von Hand angliert, ziseliert und graviert. In vielen Arbeitsstunden entsteht dieses Gesamtkunstwerk uhrmacherischer Präzision und der Kunde dieser Einzelanfertigung kann wählen zwischen der Ausführung in Roségold oder in Weißgold. Die eine ATUM Skelett vereint pure Schönheit mit purer Uhrmacherkunst.

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Dugena startet elegant in Schwarz und Gold ins Jubiläumsjahr

Dugena blickt mit seinen Uhren auf eine 100-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Die Wurzeln der Traditionsmarke aus Deutschland reichen bis ins Jahr 1917.

Gelbgold gilt als einer der Metalltrends für das kommende Jahr und fasziniert nicht nur durch seine glänzende Erscheinung, sondern steht seit jeher für Eleganz. Die Marke Dugena präsentiert in diesem Zusammenhang klassische Damenuhren mit Milanaise- oder Schmuckband, die sich vielfältig kombinieren lassen. Aber auch im Zusammenspiel mit der Farbe Schwarz kommt die Wirkung des edlen Metalls zur vollen Geltung. Ob für die Damen mit schwarzer Keramik oder die Herren mit einem maskulinen schwarzen Lederband – Schwarz und Gold wirkt zeitlos und edel.

Alle Modelle vereint ihr klassischer Look, der bei Accessoires gerade besonders angesagt ist, da er jeglichem Outfit den letzten Schliff verleiht, dabei aber nie aufdringlich wirkt. Stilvoll und mit dem gewissen Etwas – damit überzeugen die Dugena-Uhren am Handgelenk.

Dugena Loyal Tact, Gehäuse: Edelstahl, 37 mm, Armband: Lederband

Dugena Ceramic, Gehäuse: Keramik/ Edelstahl, 20×35 mm, Armband: Keramik/Edelstahlband

Dugena Milanaise, Gehäuse: Edelstahl vergoldet, 29 mm, Armband: Milanaise Edelstahlband vergoldet

Dugena, Gehäuse: Edelstahl, 22,7 mm, Armband: Edelstahl- Schmuckband

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A. Lange & Söhne – Saxon Sights

Mit eindrucksvollen Porträts aktueller Zeitmesser blickt A. Lange & Sohne auf das Uhrenjahr 2016 zurück. Auf Saiten gespannt präsentieren sich die Modelle Saxonia Mondphase, Grosse Lange 1 Mondphase „Lumen“, Datograph Perpetual Tourbillon und Richard Lange Springende Sekunde an vier historischen Orten. So entstanden Bilder von schlichter Eleganz, die die prachtvolle Ausstrahlung Dresdens erahnen lassen und eine Linie von der Vergangenheit bis zur Gegenwart ziehen.

Dresden ist eine Stadt der kulturellen Vielfalt und der spektakulären Architektur. Die Weichenstellung erfolgte in der Barockzeit des 18. Jahrhunderts, als der global denkende, zukunftsorientierte Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen das Bild der Stadt neu zu gestalten begann. Seiner „maladie de porcelaine“ ist die beeindruckende Porzellansammlung zu verdanken, deren weißer Glanz mit dem Schimmer der prächtigen Marmorausstattung der Räume im Dresdner Zwinger konkurriert.

Einer der Lieblingsorte des Kurfürsten war das Schloss Pillnitz, das er im barocken Stil um- und ausbauen ließ. Besonders gern hielt er sich wohl in dessen weitläufiger Parkanlage auf. Sein Urenkel ließ den Englischen Pavillon im nordwestlichen Gartenteil errichten. Die freundliche Ausstrahlung seines Innenraums ist dem aus Sachsen stammenden hellen Marmor zu verdanken.

Die Semperoper gilt als eines der schönsten Opernhäuser Deutschlands und hat eine besondere Verbindung zu A. Lange & Söhne. Die berühmte Fünf- Minuten-Uhr über der Bühne baute der sächsische Hofuhrmacher Johann Christian Friedrich Gutkaes zusammen mit seinem Schüler Ferdinand Adolph Lange. Die Uhr ist das gestalterische Vorbild für das Lange-Großdatum. Königliche Opulenz und festlicher Glanz lassen das Foyer mit seinen mächtigen Stuckmarmorsäulen erstrahlen. Sie entstanden in einer komplizierten Freskotechnik, die schon zu Sempers Zeiten kostspieliger war als das natürliche Material.

Die als Lipsiusbau bekannte Kunstakademie an der Brühlschen Terrasse ist ein Hochschul- und Ausstellungsgebäude, das Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Im achteckigen Ausstellungssaal Oktogon entfaltet sich unter der Glaskuppel die monumentale Pracht des Historismus.

Vier Neuheiten des Jahrs 2016 hat A. Lange & Söhne in einen Dialog mit diesen geschichtsträchtigen Orten treten lassen. Vor unterschiedlichen Hintergründen präsentieren sich die Modelle Saxonia Mondphase, Grosse Lange 1 Mondphase „Lumen“, Datograph Perpetual Tourbillon und Richard Lange Springende Sekunde. Die Zeitmesser sind zusammen mit Teilen ihrer jeweiligen Mechanismen auf feine Saiten gespannt. Die Inszenierung ist eine Hommage an die sächsischen Wurzeln der Manufaktur und an eine einzigartige Kulturlandschaft, die ihren besonderen Reiz seit jeher aus der Begegnung des Fremden mit dem Vertrauten gewinnt.

Saxonia Mondphase

Die Saxonia Mondphase vereint eine hochpräzise Mondphasenanzeige mit dem markanten Lange-Großdatum. Die Uhrwerksteile auf dem Foto entstammen dem siebenstufigen Getriebe der Mondphasenanzeige. Der Mechanismus ist so exakt berechnet, dass er erst nach 122,6 Jahren um einen Tag korrigiert werden muss.


SEMPEROPER

Das zwischen 1838 und 1841 von Gottfried Semper gebaute Opernhaus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Der Wiederaufbau nahm lange Zeit in Anspruch. Eine besondere Herausforderung war dabei die Rekonstruktion der prächtigen Innenausstattung aus Stuckmarmor. Die Handwerker mussten sich die verloren gegangene Technik des Stucco lustro neu aneignen. Bei dem aufwendigen Freskoverfahren wird die Marmorierung in einer Malschicht auf die noch feuchte Putzschicht aufgetragen. Anschließend wird die Oberfläche gebügelt, gewachst und poliert.

 

Grosse Lange 1 Mondphase „Lumen“

Die auf 200 Exemplare limitierte Grosse Lange 1 Mondphase „Lumen“ bringt Großdatums- und Mondphasenanzeige zum Leuchten. Das semitransparente Zifferblatt aus Saphirglas macht den genialen Scheibenmechanismus des Lange-Großdatums sichtbar. Darüber hinaus lässt die patentierte Beschichtung die unsichtbaren UV-Strahlen passieren, sodass die Leuchtmasse der Anzeigen Lichtenergie aufnehmen und zeitverzögert abgeben kann.

PORZELLANSAMMLUNG IM ZWINGER

Das imposante Bauwerk ist ein Gesamtkunstwerk aus Architektur, Plastik und Malerei. Von 1709 bis 1728 wurde der Zwinger als Orangerie und hö scher Festspielplatz von dem Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann und dem Bildhauer Balthasar Permoser erbaut. Heute beherbergt er mehrere Museen, darunter eine der bedeutendsten und umfangreichsten Porzellansammlungen der Welt. Sie kündet von der „maladie de porcelaine“ Augusts des Starken. Die detailreichen Innenräume vermitteln mit ihrer reichen Marmorausstattung noch heute einen lebendigen Eindruck von der Prachtentfaltung des Spätbarocks.

 

Datograph Perpetual Tourbillon

Der auf 100 Exemplare limitierte Datograph Perpetual Tourbillon im Platingehäuse ist die einzigartige Verbindung aus ewigem Kalender mit Flyback-Chronograph und Tourbillon. Der filigrane Mechanismus, der den Einfluss der Erdanziehungskraft auf die Unruh neutralisiert, zeigt sich beim Blick durch den Saphirglasboden. Das Bild zeigt neben der komplexen Uhr Teile des Chronographenmoduls. Zu seinen Besonderheiten gehört ein exakt springender Minutenzähler.

HOCHSCHULE FÜR BILDENDE KÜNSTE DRESDEN

Der in den Jahren 1885 bis 1894 im Stil der Neorenaissance, des Neobarocks und des Manierismus entstandene Bau an der Brühlschen Terrasse beeindruckt durch seine monumentale Architektur und den reichen bildhauerischen Schmuck seiner Fassade. Die als Zitronenpresse bekannte Glaskuppel prägt das Bild des Altstädter Elbufers und bildet einen reizvollen Kontrast zur steinernen Kuppel der benachbarten Frauenkirche. Im Ausstellungssaal Oktogon erinnert der nur in Fragmenten erhaltene Putz an die fast vollständige Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg.

 

Richard Lange Springende Sekunde

Der auf höchste Präzision und beste Ablesbarkeit ausgelegte Zeitmesser im ausdrucksstarken Regulatordesign verbindet die klassische Komplikation einer springenden Sekunde mit Nachspannwerk und den ZERO-RESET-Mechanismus zu einer faszinierenden Neuinterpretation der wissenschaftlichen Beobachtungsuhr. Auf der Diagonalen sind Teile des ra nierten Nullstellmechanismus zu sehen, durch den sich die Uhr schnell und komfortabel synchronisieren lässt.

SCHLOSS PILLNITZ, ENGLISCHER PAVILLON

Die ehemalige Sommerresidenz des sächsischen Königshauses ist die größte europäische Schlossanlage im Stil der Chinoiserie. In den ostasiatischen und orientalischen Elementen zeigt sich die globale und zukunftsorientierte Denkweise Augusts des Starken. Sein Urenkel Friedrich August der Gerechte ließ den Englischen Pavillon um 1780 als Studierstube zur Beobachtung von Flora und Fauna bauen. Der Pavillon wurde bewusst an den Parkrand gelegt, damit der Kurfürst durch eine Tür in der Parkmauer direkt in die Natur wandern konnte. Die Naturverbundenheit zeigt sich auch in der Innenausstattung. Der helle Marmor stammt aus dem nur wenige Kilometer entfernten Ort Maxen.

 

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Erbprinz GOLDSTADT 250

„Solch eine Uhr bauen auch wir nicht alle Tage“, betont Hajo Vollmer, Uhrendesigner der Erbprinz-Kollektion. Das limitierte Modell erscheint pünktlich zum Jubiläumsjahr 2017 und erinnert an die Gründung der ersten Pforzheimer Uhrenmanufaktur vor 250 Jahren. Hajo Vollmer und sein Team entwickelten seit einigen Jahren die ersten Design- und Konstruktions-Ideen für eine Uhr, deren Zifferblatt sich nun mit diesem Schriftzug schmücken darf: „Erbprinz GOLDSTADT 250

Erbprinz ist ein Luxusuhren-Label, in das die Pforzheimer Uhrmacher-Werkstatt ARISTO und die Metallband-Manufaktur Ernst Vollmer all ihre gemeinsamen Erfahrungen einbringen. Außerdem verwenden die ARISTO Mitarbeiter für jedes Erbprinz-Modell handverlesene Einzelteile. Hajo Vollmer: „Wir bevorzugen Uhreneinzelteile von kleinen Herstellern aus der Region Pforzheim. Viele von ihnen sind Familienbetriebe und tauschen ihre, teilweise seit Generationen gesammelten, Erfahrungen in der Vereinigung WPG (Watchparts from Germany) aus. Ein typisches WPG-Bauteil ist das Zifferblatt der Erbprinz GOLDSTADT 250. Der Rohling kommt aus der Pforzheimer Zifferblatt-Presserei Glauner. Der anerkannte Spezialist Richard Bethge finissiert es nach unseren Vorgaben.“ Derartige guillochierte Zifferblätter wurden am Ende des 18. Jahrhundert erstmals von dem Schweizer Uhrmacher Abraham Louis Breguet verwendet. Zu seinen Design-Klassikern gehört auch der Stunden- und Minutenzeiger der Erbprinz GOLDSTADT 250. HajoVollmer: „Unsere Breguet-Zeiger kommen aus einer kleinen Manufaktur im Schwarzwald.“ Ein weiteres Erkennungsmerkmal der Erbprinz GOLDSTADT 250 ist die 18 Karat goldplattierte Lünette. Sie setzt auf dem markant robusten Edelstahl-Gehäuse einen besonderen Akzent.
Ein hochwertiges Manufaktur-Bauteil ist auch das Milanaise-Uhrband. Es wird heute wie vor drei Generationen nach alten handwerklichen Vorgaben in der Metallband-Manufaktur Ernst Vollmer in der Erbprinzenstraße in Pforzheim gefertigt.
Die Entwicklungsarbeit der Firma Aristo steckt in dem Automatic-Uhrwerk Aristomatic SW200. Es wird in der Schweiz montiert und in den Aristo Werkstätten feinreguliert und dekoriert. Das 250 Jahre lange Warten auf diese Uhr hat sich gelohnt. Die Erbprinz GOLDSTADT 250 trägt mit Stolz und vollem Recht auf ihrem Zifferblatt die Herkunftsbezeichnung: „Made in Germany“.

Technische Daten:

  • Edelstahlgehäuse, poliert, Displayboden, Durchmesser 43,5 mm, Höhe 11,5 mm, 5 ATM wasserdicht
  • Lünette 18 Karat goldplattiert
  • Saphirglas
  • Guillochiertes Zifferblatt mit arabischen Ziffern
  • Schwarze Breguet-Zeiger
  • 4,2 mm dickes poliertes SES-Milanaiseband (22 mm)
  • Uhrwerk: Aristomatic SW200
  • Auflage maximal 100 fortlaufend nummerierte Exemplare
  • Die Produktion beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember 2017. Bestellungen werden bis zum 8. Dezember 2017 angenommen.

 

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Das Mühle-Jahr 2016: Im Gespräch mit Thilo Mühle

Herr Mühle, wie würden Sie das Jahr 2016 für Mühle-Glashütte zusammenfassen?

Im vierten Quartal 2015 gab es einen Einbruch, der eigentlich die gesamte Branche und alle Märkte erfasst hat. Eine vergleichbare Situation habe ich in all den Jahren noch nicht erlebt und so richtig kann man diesen Einbruch auch heute noch nicht erklären. Gerade unsere neuen Uhrenmodelle haben uns jedoch gut über die branchenweit wohl etwas umsatzschwächeren Sommermonate geholfen. Seit August zieht der Umsatz weltweit wieder erfreulich an und so werden wir auch 2016 wieder mit einem Plus abschließen. Dabei kommt uns auch zugute, dass die Kunden mittlerweile sehr gut informiert sind und Produkte mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis bevorzugen.

Was waren die wesentlichen Entwicklungen, die Mühle-Glashütte im vergangenen Jahr gemacht hat?

Wesentlich war die Präsentation des neuen Markenbildes. Mit dem neuen Claim, der neuen Homepage und den neuen Anzeigenmotiven positionieren wir uns noch deutlicher als Glashütter Marke im mechanischen Sportuhrenbereich und schärfen gezielt unser Markenprofil. Sowohl mit der Präsentation der ProMare-Modellfamilie als auch mit unserer neuen Kampagne – Für die, die anders ticken – haben wir der Marke Nautische Instrumente Mühle-Glashütte noch einmal eine weitere Richtung gegeben. Außerdem bedeutet uns die Manufakturlinie „R. Mühle & Sohn“ sehr viel. Sie ist der Gradmesser für unsere Fertigungstiefe und unsere konstruktive Kompetenz. Bei der Robert Mühle Zeigerdatum, die in diesem Jahr vorgestellt wurde, sieht man dies sehr deutlich: Von der Konstruktion des Werkes und der Komplikationen über die Produktion eines Großteils der verwendeten Teile bis hin zur Montage geschieht alles bei uns im Haus. Jeder Zeitmesser, der in dieser Linie fertiggestellt wird, ist für mich eine Bestätigung, dass wir in den letzten Jahren an den richtigen Stellen Zeit, Wissen und Geld investiert haben.

Welches neu vorgestellte Modell lag Ihnen 2016 besonders am Herzen?

Für mich war dies der ProMare Chronograph. Diese Uhr ist ein logischer Schritt, wenn man unsere Marken-DNA betrachtet. Denn mit den nautischen Armbanduhren stellen wir schon lange mechanische Zeitmesser her, die für den sportlichen Einsatz gedacht sind. Sie folgen unseren nautischen Tugenden und sind besonders robust, präzise und optimal ablesbar – Eigenschaften, die eine Outdoor-Uhr ausmachen. Der ProMare Chronograph vereint diese Eigenschaften und ist zugleich auch vom Design und von der Farbgebung her als sportive mechanische Uhr angelegt, die man immer und überall tragen kann. Eine Uhr für Menschen wie mich: Die tagsüber im Büro sitzen und sich nach Feierabend auf das Mountainbike schwingen oder laufen gehen. Von daher ist es für mich auch eine sehr persönliche Uhr, wenn ich ehrlich bin.

Als Familienunternehmen blicken Sie auf eine lange Tradition zurück. Wie stellt sich Mühle- Glashütte weiter auf, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen?

Mit der neuen Kampagne haben wir im letzten Jahr einen Weg eingeschlagen, den wir auch 2017 konsequent fortsetzen werden. Das gilt für den Markenauftritt ebenso wie für die kommenden Modellneuheiten. Hier wollen wir uns – neben der Entwicklung neuer Modelle für die nautisch-funktionale Kollektion – auch verstärkt auf unsere Manufakturlinie „R. Mühle & Sohn“ konzentrieren. In finanzieller Hinsicht gilt weiterhin der Grundsatz: Investitionen werden mit Bedacht und auf lange Frist angelegt sein, um ein moderates, aber dafür umso stabileres Wachstum zu erzielen. Wichtig wird außerdem sein, dass wir unser Vertriebspotenzial weiter optimieren und die Partnerschaft mit dem Einzel- und Großhandel, vor allem im wichtigsten Markt Deutschland, noch weiter vertiefen.

Können Sie uns schon einen Hinweis darauf geben, welche Produktneuheiten wir im nächsten Jahr erwarten können?

Ohne zu konkret zu werden, kann ich schon einmal preisgeben, dass wir auch in Zukunft sportlich elegant bleiben. Diese Entwicklung wird man dann auch in Basel bei der Präsentation der neuen Modelle sehen können.

Welche Vorsätze haben Sie ganz persönlich für das Jahr 2017?

Im nächsten Jahr würde ich gerne wieder mehr Sport machen und verstärkt auf meine Gesundheit achten – einfach die Zeit, die man hat, bewusster genießen. Für Mühle- Glashütte wünsche ich mir, dass wir unsere nachhaltige Unternehmens- und Wachstumsphilosophie fortsetzen können und dass unsere neuen Modelle, die wir im März auf der Baselworld vorstellen werden, den Kunden genauso gut gefallen wie mir.

Auch 2017 stehen wieder die großen Schmuck- und Uhrenmessen an, wo ist Thilo Mühle für ein Gespräch anzutreffen?

2017 werden wir auf jeden Fall wieder auf der Baselworld ausstellen. Zudem sind wir im November auch wieder auf der MunichTime. Ich freue mich natürlich auf einen regen Austausch wie in den letzten Jahren und bin gespannt auf die Entwicklungen im kommenden Jahr.

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