Bifora – Neustart und Präsentation der JB-60

Die neu gegründete Bifora Uhren-Manufaktur GmbH knüpft an die Vergangenheit der im Jahre 1900 im Schwäbisch Gmünd gegründeten Uhrenfabrik Biofra an. Am 8.11.2014 präsentierte sie in Schwäbisch Gmünd mit der JB-60 ihr erstes Uhrenmodell.

IMG_2137Die Bezeichnung erinnert an den Gründer der Biofra Uhrenfabrik Josef Bidlingmaier. Dieser war einer der innovativsten Wegbereiter mechanischer Armbanduhren in Deutschland. Als erste deutsche Uhren-Manufaktur konnte Bifora bereits 1928 ein eigenes Armbanduhrwerk in Serie vorweisen. Führend war man auch, als 1951 das erste deutsche Automatikwerk vorgestellt werden konnte.

IMG_2115In der Blütezeit des Unternehmens, zwischen 1960 und Anfang der 1970er Jahre, produzierte Bifora in Schwäbisch Gmünd Armbanduhren mit über 1000 Mitarbeitern. Mit dem aufkommenden Quarzzeitalter konnte Bifora der Billiglohnkonkurrenz aus Fernost nicht standhalten. Auch die kurzfristige Verlagerung der Produktion nach Indien konnte das Unternehmen nicht retten.

IMG_2111In der auf 60 Exemplare limitierten JB-60 tickt ein Original Biofra Kaliber 130 von 1965. Dieses Handaufzugswerk zeichnet sich insbesondere durch eine große Unruh aus. Es verfügt über eine Frequenz von 18000 A/h und eine Gangreserve von ca. 50 Stunden. Ausgestattet ist das Werk mit einer Haas-Spirale und der Bifora-Bischock Stoßsicherung.

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links ein original Bifora Kaliber 130, rechts die veredelte Variante in der JB-60

Das klassische Originalwerk wurde von einem Uhrmacher in Glashütte hochwertig veredelt. Die Veredelung des vergoldeten Werks umfasst Glashütter Streifen auf Aufzug und Räderwerkbrücke, Sonnenschliff auf Sperr- und Kronrad, sowie Strichschliff auf dem Unruhkloben.

IMG_2118Das polierte, zweiteilige Gehäuse aus 316L Edelstahl verbindet schlichte Eleganz mit traditionellen Bifora-Designelementen und wird in Pforzheim gefertigt.

Oben schließt es mit entspiegeltem und leicht gewölbten Saphirglas ab. Eine seitliche Phase ermöglicht Lichtbrechungen und unterstreicht den hohen Qalitätsanspruch. Eine Besonderheit des Designs ist die gezielte Vermeidung rechter Winkel. So läuft das Gehäuse zum Boden hin leicht konisch zu. Es ist bis zu 5 atm wasserdicht.

IMG_2141Die Doppel-O-Ring-Krone trägt die neu entworfene Bifora-Punze.

IMG_2119IMG_2108Das klar gestaltete Zifferblatt kommt ohne Spielereien aus. Traditionell befindet sich der Doppelstrich auf der 12. Es hat hat einen Sonnenschliff, der je nach Lichteinfall einen besonderen visuellen Eindruck hinterlässt. Während die Variante in anthrazit mit den polierten Stahlzeigern der Uhr ein klassisch elegantes Gesicht verleiht, gibt ihr das Zifferblatt in blausilber mit den gebläuten Zeigern ein sportliches Erscheinungsbild.

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Die helle Variante steht auch Frau sehr gut.

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Mann bevorzugt das dunkle Zifferblatt.

Das von Hand in Deutschland gefertigte Armband der JB-60 ist aus vegetabil gegerbtem Juchtenleder. Als Ausgangsmaterial wird nur streng kontrolliertes Rindsleder verwendet. Durch den Einsatz spezieller Gerbtechniken entsteht unter ausschließlicher Verwendung von Gerbstoffen aus der Natur das typische, geschmeidige und sehr robuste Juchtenleder. Als Schließe kann man zwischen einer Dornschließe oder einer Faltschließe, die jeweils das neue Bifora Logo tragen, wählen.

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Herr Fauser, der Geschäftsführer der neu gegründeten Bifora Uhren-Manufaktur GmbH, stellt im „Runden Salon“ des Hotel „Villa Hirzel“ in Schwäbisch Gmünd die Bifora JB-60 vor.

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Herbert Ritzer, der ehemalige Produktionsleiter der Bifora Uhrwerke, erläutert Details des historischen Bifora Kalibers 130. Dieses entspricht durchaus den Qualitätsansprüchen eines Chronometers.

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Bifora Veteranen unter sich

Die Uhren werden im Direktvertrieb angeboten unter www.bifora.eu.

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