Das Mühle-Jahr 2016: Im Gespräch mit Thilo Mühle

Herr Mühle, wie würden Sie das Jahr 2016 für Mühle-Glashütte zusammenfassen?

Im vierten Quartal 2015 gab es einen Einbruch, der eigentlich die gesamte Branche und alle Märkte erfasst hat. Eine vergleichbare Situation habe ich in all den Jahren noch nicht erlebt und so richtig kann man diesen Einbruch auch heute noch nicht erklären. Gerade unsere neuen Uhrenmodelle haben uns jedoch gut über die branchenweit wohl etwas umsatzschwächeren Sommermonate geholfen. Seit August zieht der Umsatz weltweit wieder erfreulich an und so werden wir auch 2016 wieder mit einem Plus abschließen. Dabei kommt uns auch zugute, dass die Kunden mittlerweile sehr gut informiert sind und Produkte mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis bevorzugen.

Was waren die wesentlichen Entwicklungen, die Mühle-Glashütte im vergangenen Jahr gemacht hat?

Wesentlich war die Präsentation des neuen Markenbildes. Mit dem neuen Claim, der neuen Homepage und den neuen Anzeigenmotiven positionieren wir uns noch deutlicher als Glashütter Marke im mechanischen Sportuhrenbereich und schärfen gezielt unser Markenprofil. Sowohl mit der Präsentation der ProMare-Modellfamilie als auch mit unserer neuen Kampagne – Für die, die anders ticken – haben wir der Marke Nautische Instrumente Mühle-Glashütte noch einmal eine weitere Richtung gegeben. Außerdem bedeutet uns die Manufakturlinie „R. Mühle & Sohn“ sehr viel. Sie ist der Gradmesser für unsere Fertigungstiefe und unsere konstruktive Kompetenz. Bei der Robert Mühle Zeigerdatum, die in diesem Jahr vorgestellt wurde, sieht man dies sehr deutlich: Von der Konstruktion des Werkes und der Komplikationen über die Produktion eines Großteils der verwendeten Teile bis hin zur Montage geschieht alles bei uns im Haus. Jeder Zeitmesser, der in dieser Linie fertiggestellt wird, ist für mich eine Bestätigung, dass wir in den letzten Jahren an den richtigen Stellen Zeit, Wissen und Geld investiert haben.

Welches neu vorgestellte Modell lag Ihnen 2016 besonders am Herzen?

Für mich war dies der ProMare Chronograph. Diese Uhr ist ein logischer Schritt, wenn man unsere Marken-DNA betrachtet. Denn mit den nautischen Armbanduhren stellen wir schon lange mechanische Zeitmesser her, die für den sportlichen Einsatz gedacht sind. Sie folgen unseren nautischen Tugenden und sind besonders robust, präzise und optimal ablesbar – Eigenschaften, die eine Outdoor-Uhr ausmachen. Der ProMare Chronograph vereint diese Eigenschaften und ist zugleich auch vom Design und von der Farbgebung her als sportive mechanische Uhr angelegt, die man immer und überall tragen kann. Eine Uhr für Menschen wie mich: Die tagsüber im Büro sitzen und sich nach Feierabend auf das Mountainbike schwingen oder laufen gehen. Von daher ist es für mich auch eine sehr persönliche Uhr, wenn ich ehrlich bin.

Als Familienunternehmen blicken Sie auf eine lange Tradition zurück. Wie stellt sich Mühle- Glashütte weiter auf, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen?

Mit der neuen Kampagne haben wir im letzten Jahr einen Weg eingeschlagen, den wir auch 2017 konsequent fortsetzen werden. Das gilt für den Markenauftritt ebenso wie für die kommenden Modellneuheiten. Hier wollen wir uns – neben der Entwicklung neuer Modelle für die nautisch-funktionale Kollektion – auch verstärkt auf unsere Manufakturlinie „R. Mühle & Sohn“ konzentrieren. In finanzieller Hinsicht gilt weiterhin der Grundsatz: Investitionen werden mit Bedacht und auf lange Frist angelegt sein, um ein moderates, aber dafür umso stabileres Wachstum zu erzielen. Wichtig wird außerdem sein, dass wir unser Vertriebspotenzial weiter optimieren und die Partnerschaft mit dem Einzel- und Großhandel, vor allem im wichtigsten Markt Deutschland, noch weiter vertiefen.

Können Sie uns schon einen Hinweis darauf geben, welche Produktneuheiten wir im nächsten Jahr erwarten können?

Ohne zu konkret zu werden, kann ich schon einmal preisgeben, dass wir auch in Zukunft sportlich elegant bleiben. Diese Entwicklung wird man dann auch in Basel bei der Präsentation der neuen Modelle sehen können.

Welche Vorsätze haben Sie ganz persönlich für das Jahr 2017?

Im nächsten Jahr würde ich gerne wieder mehr Sport machen und verstärkt auf meine Gesundheit achten – einfach die Zeit, die man hat, bewusster genießen. Für Mühle- Glashütte wünsche ich mir, dass wir unsere nachhaltige Unternehmens- und Wachstumsphilosophie fortsetzen können und dass unsere neuen Modelle, die wir im März auf der Baselworld vorstellen werden, den Kunden genauso gut gefallen wie mir.

Auch 2017 stehen wieder die großen Schmuck- und Uhrenmessen an, wo ist Thilo Mühle für ein Gespräch anzutreffen?

2017 werden wir auf jeden Fall wieder auf der Baselworld ausstellen. Zudem sind wir im November auch wieder auf der MunichTime. Ich freue mich natürlich auf einen regen Austausch wie in den letzten Jahren und bin gespannt auf die Entwicklungen im kommenden Jahr.

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